Warum Hypnose-Coaching bei psychischen Erkrankungen tabu ist
- Alex Schleifer | endlich.frei.

- vor 4 Tagen
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Als Hypnose-Coach werde ich oft gefragt: „Herr Schleifer, kann Hypnose nicht bei jedem Problem helfen?“ Die Antwort lautet: Hypnose ist ein unglaublich kraftvolles Werkzeug – aber sie hat klare Grenzen. Sicherheit und Verantwortung stehen in meiner Praxis an oberster Stelle.
Heute möchte ich transparent darüber aufklären, warum ich bei bestehenden psychischen Erkrankungen oder der Einnahme von Psychopharmaka kein Hypnose-Coaching durchführe und warum das zu Ihrem eigenen Schutz dient.
Die Grenze zwischen Coaching & Therapie
Wie ich bereits im letzten Artikel beschrieben habe, ist das nicht-medizinische Hypnose-Coaching eine Methode für gesunde Menschen. Es dient der Leistungssteigerung, der Zielerreichung oder dem Ablegen ungeliebter Gewohnheiten.
Liegt jedoch eine psychische Erkrankung vor – wie eine schwere Depression, eine Schizophrenie, eine Borderline-Störung oder eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) – handelt es sich um ein medizinisches Krankheitsbild. Hier darf und wird ein seriöser Coach niemals eingreifen. Das ist keine Frage des Wollens, sondern der fachlichen Verantwortung und des Gesetzes.

Das Risiko bei der Einnahme von Psychopharmaka
Ein besonders wichtiger Punkt ist die Einnahme von Medikamenten, die auf die Psyche und das Nervensystem wirken (z. B. Antidepressiva, Neuroleptika oder starke Beruhigungsmittel). Warum ist Hypnose hier kontraindiziert?
Veränderte Wahrnehmung: Diese Medikamente verändern die Biochemie im Gehirn. Dadurch kann die Reaktion auf eine Trance unvorhersehbar sein.
Gefahr der Destabilisierung: Hypnose öffnet die Tür zum Unterbewusstsein. Bei Menschen, die psychisch labil sind oder unter dem Einfluss von Medikamenten stehen, können dadurch ungewollt intensive Emotionen oder verdrängte Traumata an die Oberfläche gespült werden. Ohne eine psychotherapeutische oder ärztliche Auffangstruktur kann dies zu einer akuten Verschlimmerung (Krise) führen.
Verschleierung von Symptomen: Coaching könnte im schlimmsten Fall wichtige Symptome maskieren, die eigentlich in die Hände eines Psychiaters gehören.
Was Sie tun können, wenn Sie betroffen sind
Wenn Sie sich in psychotherapeutischer Behandlung befinden oder Medikamente nehmen und dennoch die Methode der Hypnose nutzen möchten, gibt es einen sicheren Weg:
Sprechen Sie offen mit Ihrem behandelnden Arzt oder Psychotherapeuten. Es gibt medizinische Hypnotherapeuten, die eine fundierte therapeutische Ausbildung besitzen. Diese Experten können entscheiden, ob eine medizinische Hypnose als Begleittherapie in Ihrem Fall sinnvoll und sicher ist. Sie verfügen über das medizinische Fachwissen, um Sie auch in emotional schwierigen Momenten professionell aufzufangen.
Fazit: Ein guter Coach zeichnet sich nicht dadurch aus, dass er jedes Anliegen annimmt, sondern dass er seine Grenzen kennt. Mein Ziel ist es, Sie sicher und effektiv zu begleiten. Wenn die Voraussetzungen dafür aktuell nicht gegeben sind, hat Ihre Gesundheit immer Vorrang.
Über den Autor: Alex Schleifer ist zertifizierter Hypnose-Coach. Er steht für verantwortungsvolles, transparentes Coaching auf Augenhöhe und die sichere mentale Begleitung seiner Klienten.
Haben Sie Fragen zu den Voraussetzungen für ein Hypnose-Coaching?
Transparenz ist mir wichtig. Lassen Sie uns in einem vertraulichen Gespräch klären, ob ein Coaching zum jetzigen Zeitpunkt der richtige Schritt für Sie ist.


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